...Roger Federer is the exception to that rule. What prompts me to state this controversial opinion, you may ask? Well, DJ Bobo who has vowed to single-handedly save Switzerland's reputation at the Eurovision Song Contest and avoid the all too familiar "Switzerland: zero points" this year, is now being protested against! Apparently some swiss Christians are offended by his Contest-song, "Vampires are alive". It's evil! Satanic! There are a lot of words I would use to describe DJ Bobo, "satanic" isn't one of them. And while I may not be a fan, he has sold a lot of records all over the world, you've got to respect that! I guess we'll just have to wait for May to see what René's (Bobo's real name is René Baumann) vampires can do for us.
And now for something completely different:
Forrest Gump's long-standing running-around-the-world(America)-record of 3 years, 2 months, 14 days and 16 hours has been beaten by Robert Garside, a former police officer. Or maybe not? I still like Forrest better.
Meta-comment: I realize that these news-snippets have absolutely nothing to do with my stay here in Canada, but they're fun, so please let me. If you think it's more interesting, I can give you a Montréal weather-update though: it's raining and I don't like it.
Fast 50'000 Schweizer wollen offenbar nicht, dass DJ Bobo für uns singt. Zumindest nicht "Vampires are alive". Ich hoffe bloss, Plan B ist nicht wieder Gunvor...
Übrigens, Forrest Gumps Jogging-Rekord von 3 Jahren, 2 Monaten, 14 Tagen und 16 Stunden ist offenbar übertroffen worden. Egal, Forrest hat noch andere Trümpfe in der Hand. Jawohl!
Meta-Kommentar: mir ist natürlich absolut bewusst,dass meine news.ch-Beiträge mehr oder weniger sinnfrei sind und rein gar nichts mit meinem Aufenthalt in Kanada zu tun haben. Aber lasst mir doch die Freude! Falls euch das mehr interessiert, kann ich euch an dieser Stelle noch ein kurzes Montréal Wetter-Update geben: es regnet und ist gruusig.
Tuesday, March 27, 2007
Die Würfel sind gefallen
Für alle, die's interessiert: die Wahlen in Québec sind vorbei, die Resultate bekannt. Erstmals seit 1878 wird Québec eine Minderheitsregierung haben und zwar gestellt von den bisher regierenden Liberalen. Aber vielleicht sollten wir jemanden fragen, der sich mit sowas besser auskennt: Spiegel online!
Yesterday was election day in Québec. The Liberals keep their position as reigning party but for the first time in 130 years Québec will have a minority government. The Conservatives closed in surprisingly strong and the Parti Québecoise (those lunatics who want Québec to become an independent state) lost big time for the first time in 30 years. I think. The Globe and Mail has more.
Update: caricature Annie had pinned to our fridge before the elections:
To the far left: the liberal party that has gotten lazy, then the new conservative party, the greens and finally the separatist party. I think the dogs say it all!
Yesterday was election day in Québec. The Liberals keep their position as reigning party but for the first time in 130 years Québec will have a minority government. The Conservatives closed in surprisingly strong and the Parti Québecoise (those lunatics who want Québec to become an independent state) lost big time for the first time in 30 years. I think. The Globe and Mail has more.
Update: caricature Annie had pinned to our fridge before the elections:
Thursday, March 22, 2007
Dein Freund und Helfer oder Wie der Schnabel gewachsen ist
Ich bin zutiefst beeindruckt vom offensichtlich messerscharfen Verstand und ob der blitzschnellen Deduktionsfähigkeiten der Winterthurer Stadtpolizei. Nachdem drei "Anschläge" mit Backpulver am gleichen Tag verübt wurden, ist sie nämlich zum kühnen Schluss gekommen, dass es sich wohl bei allen dreien um den selben Urheber handeln dürfte. Ich will mir nicht anmassen, die komplexen Denkvorgänge, die diese Erkenntnis hervorgebracht haben, verstehen zu wollen. Wie könnte ich auch, als Normalsterblicher!
Daher wollen wir uns heute einem faszinierenden Thema widmen, über welches ich dank einer gewissen geographischen Nähe etwas besser Bescheid weiss: den sprachlichen Eigenarten des "québécois", nämlich.
Die Aussprache im allgemeinen ist dann nochmals ein Thema für sich - zur Illustration stelle man sich einfach US-Amerikaner vor, die versuchen, Französisch zu sprechen und man ist noch nicht mal nahe dran an der Absurdität. Am interessantesten fand ich bisher die Aussprache von "et cetera", da unerklärlicherweise irgendwie Italienisch "etschetera", mit rollendem r und Betonung auf dem a und immer als Pärchen, d.h. "etscheterrá, etscheterrá".
Ja, so ist das. Fühlt euch geherzt und gedrückt meine Lieben!
Daher wollen wir uns heute einem faszinierenden Thema widmen, über welches ich dank einer gewissen geographischen Nähe etwas besser Bescheid weiss: den sprachlichen Eigenarten des "québécois", nämlich.
- Ma blonde / meine Freundin (unabhängig von ihrer tatsächlichen Haarfarbe)
- Mon chom ("tschom") / mein Freund
- Char ("schar") / Auto, Wagen
- und irgendwie aus dem Spanischen geklaut: nosotres und vosotres für wir und ihr
Die Aussprache im allgemeinen ist dann nochmals ein Thema für sich - zur Illustration stelle man sich einfach US-Amerikaner vor, die versuchen, Französisch zu sprechen und man ist noch nicht mal nahe dran an der Absurdität. Am interessantesten fand ich bisher die Aussprache von "et cetera", da unerklärlicherweise irgendwie Italienisch "etschetera", mit rollendem r und Betonung auf dem a und immer als Pärchen, d.h. "etscheterrá, etscheterrá".
Ja, so ist das. Fühlt euch geherzt und gedrückt meine Lieben!
Tuesday, March 20, 2007
Lebenslanges Lernen
Joseph Deiss geht also zurück an die Uni. Da ich immer noch sauer bin, dass damals Madame Metzler zugunsten von Blochers Bundestratssitz geopfert wurde, statt dem ungleich inkompetenteren Monsieur Deiss, war ich etwas enttäuscht, dass Deiss wohl nicht zur Uni zurückkehrt um dazuzulernen, sondern um seine Weisheiten unters Volk zu bringen. Da kann man nur hoffen, dass in diesen Vorlesungen keine zukünftigen Bundesräte nachhaltig beeinflusst werden...
Bleiben wir beim Thema Politik: in Québec stehen in Kürze Wahlen an. Als frischgebackene (ja, jetzt offiziell!) und vierteljährliche Abstimmungstermine gewohnte Schweizerin musste ich mit Erstaunen feststellen, dass im sonst doch eher säkularisierten Kanada der Sonntag offenbar zu heilig für den Urnengang ist und somit ein gewöhnlicher Wochentag herhalten muss. Diesmal trifft es den Montag, 26. 03. 2007. Da es dem hart arbeitenden Volk jedoch nicht zuzumuten ist, schnell in der Mittagspause wählen zu gehen (Briefwahl scheint hier offenbar nicht möglich zu sein), muss der Arbeitgeber seine Belegschaft entweder am Vormittag oder am Nachmittag von der Arbeit freistellen. Schulen und wahrscheinlich (nur meine Vermutung) auch alle Beamte sind hingegen am gesamten Wahltag freigestellt.*
Ich für meinen Teil finde das grossartig! Hauptsächlich da zwei von meinen drei wöchentlichen Vorlesungen jeweils montags stattfinden...
Ansonsten ärgere ich mich primär darüber, dass trotz meiner mickriger drei Kurse so viel Arbeit anfällt mit verhassten Gruppenarbeiten, Einzelarbeiten und Pflichtlesestoff, dass ich mir bis Ende April wohl tolle Ausflüge in die grosse weite Welt (= Boston, Toronto, New York u.ä.) ans Bein streichen kann. Ihr könnt euch vorstellen, wie unangenehm es für mich ist, in meinem letzten Uni-Semester plötzlich richtig arbeiten und mich anstrengen und tatsächlich etwas lernen zu müssen! Nicht, dass ich das alles vorher nicht hätte tun sollen, aber hier muss ich. I am not amused. Nun ja, der positive Nebeneffekt hierbei ist, dass ich wohl tatsächlich akademisch (und wer weiss, vielleicht sogar persönlich) von diesem Aufenthalt profitieren werde.
Was mich zu einer Bitte an meine lieben und wie ich weiss äusserst wohlmeinenden Freunde führt: Wenn mich nochmal einer fragt, "wie denn die kanadischen Männer so sind *zwinkerzwinker*", kann ich nicht dafür garantieren, dass meine Antwort höflich ausfällt. Ich verspreche an dieser Stelle hoch und heilig, euch umgehend Bericht zu erstatten, wenn es bezüglich kanadischen Männern zu bahnbrechenden Erkenntnissen kommen sollte. Für den Moment scheint den homo sapiens canadiensis jedoch nicht sehr viel von seinen europäischen Artgenossen zu unterscheiden.
Nun zur Frage der Woche:
Warum, um Gottes willen (oder in Teufels Namen, was auch immer euch lieber ist), braucht in unserer globalisierten Welt, in der Transportwege im weltweiten Handel und in unserer Kommunikation keine Rolle mehr spielen, ein schlichtes Paket, von einer Mutter liebevoll vorbereitet für das Kind in der Ferne, 14-30(!) Tage um den Atlantik zu überqueren?
Ich freue mich auf eure bestimmt wie immer sehr zahlreichen Kommentare! (Ja, der Sarkasmus, er trieft hier)
* Herrmann findet an dieser Stelle "freigestellt" zu hart. Für bessere Vorschläge bin ich natürlich offen, wobei ich darauf hinweisen möchte, dass "frei geben" meines Erachtens ein Helvetismus ist - oder?
Bleiben wir beim Thema Politik: in Québec stehen in Kürze Wahlen an. Als frischgebackene (ja, jetzt offiziell!) und vierteljährliche Abstimmungstermine gewohnte Schweizerin musste ich mit Erstaunen feststellen, dass im sonst doch eher säkularisierten Kanada der Sonntag offenbar zu heilig für den Urnengang ist und somit ein gewöhnlicher Wochentag herhalten muss. Diesmal trifft es den Montag, 26. 03. 2007. Da es dem hart arbeitenden Volk jedoch nicht zuzumuten ist, schnell in der Mittagspause wählen zu gehen (Briefwahl scheint hier offenbar nicht möglich zu sein), muss der Arbeitgeber seine Belegschaft entweder am Vormittag oder am Nachmittag von der Arbeit freistellen. Schulen und wahrscheinlich (nur meine Vermutung) auch alle Beamte sind hingegen am gesamten Wahltag freigestellt.*
Ich für meinen Teil finde das grossartig! Hauptsächlich da zwei von meinen drei wöchentlichen Vorlesungen jeweils montags stattfinden...
Ansonsten ärgere ich mich primär darüber, dass trotz meiner mickriger drei Kurse so viel Arbeit anfällt mit verhassten Gruppenarbeiten, Einzelarbeiten und Pflichtlesestoff, dass ich mir bis Ende April wohl tolle Ausflüge in die grosse weite Welt (= Boston, Toronto, New York u.ä.) ans Bein streichen kann. Ihr könnt euch vorstellen, wie unangenehm es für mich ist, in meinem letzten Uni-Semester plötzlich richtig arbeiten und mich anstrengen und tatsächlich etwas lernen zu müssen! Nicht, dass ich das alles vorher nicht hätte tun sollen, aber hier muss ich. I am not amused. Nun ja, der positive Nebeneffekt hierbei ist, dass ich wohl tatsächlich akademisch (und wer weiss, vielleicht sogar persönlich) von diesem Aufenthalt profitieren werde.
Was mich zu einer Bitte an meine lieben und wie ich weiss äusserst wohlmeinenden Freunde führt: Wenn mich nochmal einer fragt, "wie denn die kanadischen Männer so sind *zwinkerzwinker*", kann ich nicht dafür garantieren, dass meine Antwort höflich ausfällt. Ich verspreche an dieser Stelle hoch und heilig, euch umgehend Bericht zu erstatten, wenn es bezüglich kanadischen Männern zu bahnbrechenden Erkenntnissen kommen sollte. Für den Moment scheint den homo sapiens canadiensis jedoch nicht sehr viel von seinen europäischen Artgenossen zu unterscheiden.
Nun zur Frage der Woche:
Warum, um Gottes willen (oder in Teufels Namen, was auch immer euch lieber ist), braucht in unserer globalisierten Welt, in der Transportwege im weltweiten Handel und in unserer Kommunikation keine Rolle mehr spielen, ein schlichtes Paket, von einer Mutter liebevoll vorbereitet für das Kind in der Ferne, 14-30(!) Tage um den Atlantik zu überqueren?
Ich freue mich auf eure bestimmt wie immer sehr zahlreichen Kommentare! (Ja, der Sarkasmus, er trieft hier)
* Herrmann findet an dieser Stelle "freigestellt" zu hart. Für bessere Vorschläge bin ich natürlich offen, wobei ich darauf hinweisen möchte, dass "frei geben" meines Erachtens ein Helvetismus ist - oder?
Sunday, March 18, 2007
Kiss Me, I'm Irish
And before I forget: HAPPY BIRTHDAY ANNIE!!
Wednesday, March 14, 2007
As Time Goes By
Die Frage, ob bloggen endgültig uncool ist, ist ein für allemal beantwortet worden: Bundesrat Moritz Leuenberger bloggt jetzt auch. Auch sonst scheint sich in der Schweiz einiges zu tun in meiner Abwesenheit: Abstimmungen, bundesweite Einführung des Rauchverbots in Bars und Restaurants in absehbarer Zeit (ist nur so ein Gefühl...) und die geplante Übernahme von Denner durch Migros. Und all das ohne mich, wie traurig.
In der Zwischenzeit versuche ich online etwas auf dem laufenden zu bleiben, was selbst mit meinem Lieblingsmedium Weltwoche nicht ganz einfach ist. Oder ist es wirklich eine bahnbrechend neue Erkenntnis, dass Schönsein das Leben erleichtert?
Übrigens, ich bin ungefähr in der Halbzeit meines Aufenthaltes hier angelangt, in etwas weniger als 10 Wochen bin ich wieder daheim. Einerseits freu ich mich darauf, andererseits weiss ich auch, dass dann endgültig der Ernst des Lebens für mich losgeht, was wiederum nicht ganz so verlockend für mich klingt, wie man meinen würde. Ausserdem werd ich bestimmt im Nachhinein bereuen, nicht alle grösseren Städte in Kanada und den Staaten besucht zu haben, was aber zugegebenermassen ein ziemlich bescheuertes (um nicht zu sagen unmögliches) Unterfangen wäre.
Stattdessen werde ich wohl in den nächsten Wochen eher mit Uni-Arbeit beschäftigt sein und mir existentielle Fragen stellen wie:
Wenn ihr Antworten habt, raus damit! Meine Kommentarfunktion freut sich auf zahlreiche Beiträge! Ok, who am I kidding - Simi, noo & Mami, show me what you've got! :-)
In der Zwischenzeit versuche ich online etwas auf dem laufenden zu bleiben, was selbst mit meinem Lieblingsmedium Weltwoche nicht ganz einfach ist. Oder ist es wirklich eine bahnbrechend neue Erkenntnis, dass Schönsein das Leben erleichtert?
Übrigens, ich bin ungefähr in der Halbzeit meines Aufenthaltes hier angelangt, in etwas weniger als 10 Wochen bin ich wieder daheim. Einerseits freu ich mich darauf, andererseits weiss ich auch, dass dann endgültig der Ernst des Lebens für mich losgeht, was wiederum nicht ganz so verlockend für mich klingt, wie man meinen würde. Ausserdem werd ich bestimmt im Nachhinein bereuen, nicht alle grösseren Städte in Kanada und den Staaten besucht zu haben, was aber zugegebenermassen ein ziemlich bescheuertes (um nicht zu sagen unmögliches) Unterfangen wäre.
Stattdessen werde ich wohl in den nächsten Wochen eher mit Uni-Arbeit beschäftigt sein und mir existentielle Fragen stellen wie:
- Macht es wirklich Sinn, Eiswürfel zu kaufen, wie hier offenbar üblich?
- Saugt ein Staubsauger wirklich besser, wenn er ohrenbedeutenden Lärm macht und vorne dran eine Lampe installiert hat?
- Gibt es einen besonderen Grund, warum Mozzarella hier zwar extrem beliebt ist, aber nicht im entferntesten nach Mozzarella schmeckt?
- Obwohl Muffins zum Frühstück extrem lecker sind, sind sich die Leute bewusst, dass das nichts anderes als Kuchen ist?
- Ist es so schwierig, Metro-Ticket-Leser zu installieren, die das Kaufdatum des Tickets lesen können, sodass beispielsweise Monatskarten exakt einen Monat gültig bleiben und nicht nur bis zum Ende des Kalendermonats, unabhängig vom Kaufdatum (bei unverändertem Verkaufpreis während es gesamten Monats)?
- Wie ist es möglich, dass zahlreiche Schwingtüren bei den Metro-Eingängen "ausser Betrieb" sind, obwohl sie nicht im geringsten irgendwie automatisch funktonieren?
- Wieso weigern sich gewisse Geldautomaten bei ausländischen Karten Geld auszuspucken und warum kommunizieren sie dies erst im letzten Moment der Transaktion?
Wenn ihr Antworten habt, raus damit! Meine Kommentarfunktion freut sich auf zahlreiche Beiträge! Ok, who am I kidding - Simi, noo & Mami, show me what you've got! :-)
Monday, March 12, 2007
Der grosse Apfel
Hinfahrt:
Statt nachts zu fahren und am Dienstag Morgen frisch und munter in New York anzukommen, ging's erst Dienstag früh (zu früh - *gähn*) los, was schon mal einen Tag weniger NY bedeutete. Ausserdem musste die liebe Greyhound Busgesellschaft wegen der zwei ausgefallenen Busse vom Vortag gleichzeitig drei losschicken. Tolle Idee. Wieso? Nun, wie wir wohl alle wissen, sind US-Amerikaner in letzter Zeit (bzw. seit ziemlich genau 5.5 Jahren) etwas paranoid, was Ausländer und Grenzübertritte und allgemein und so anbelangt. Was bedeutet, dass an der Grenze alle aus dem Bus aussteigen, ihr Gepäck präsentieren, einem netten Grenzbeamten ihre Lebensgeschichte erzählen, sich fotografieren lassen und ihre Fingerabdrücke hinterlassen müssen. Das kann dauern. Selbstverständlich hat uns Murphy's Law auch diesmal nicht im Stich gelassen und wir waren der dritte Bus. Zwei Stunden Wartezeit am Grenzübergang Champlain.
Selbstnatürlich tat diese Verzögerung allen furchtbar leid, und als Entschädigung für meine Mühen durfte ich dann 6 US-Dollar für den Grenzübertritt bezahlen. Trotz gültigem Visum. Wieso auch nicht? Das Visum war eh viel zu billig, wir wollen doch nicht, dass Bush's Star Wars-Programm (aka Raketenabwehr im Weltraum) an mangelnder Finanzierung scheitert.
Ankunft:
Ich hab mich dann aber schnell wieder gefangen, wir haben unsern Kram in der Jugi deponiert und sind losgezogen, um Herrmanns gute alte Freunde, Amy und Cue zu besuchen. Mit Metro-Tickets bewaffnet, die wir uns souverän am Automaten geholt hatten, liefen wir zielstrebig (um ja nicht als Touris aufzufallen) durch die Gänge und landeten schliesslich planmässig im Stadtteil Harlem. Bei Amy gab's dann lecker Mexikanisch vom Lieferservice, Wein, Film gucken und sowieso äusserst gemütlich! Zum Abschluss des Abends erklärte sich schliesslich noch Cue's Bruder Rob bereit, ein bisschen mit uns um die Häuser zu ziehen (womit ich meine, dass wir eigentlich müde waren, aber er meinte, wir müssten unbedingt noch mitkommen in die Bar, in der er gelegentlich auflegt, was wir dann auch gemacht haben und es war nett und wir um 3.30h morgens im Bett - ohne Rob natürlich. Was ihr auch immer für schmutzige Gedanken habt, tztztz.).
Tag der Museen:
Danach stellten wir unsere unglaubliche Effizienz unter Beweis und liefen durch den Central Park zum Metropolitan Museum of Art (= zwei Sehenswürdigkeiten auf einmal! Eben effizient!). Das war zwar beeindruckend, aber wir irgendwie müde, daher war unser Enthusiasmus gegen Ende nicht mehr so sprühend. Der American Wing des Met stellte sich dann als ideal für uns herau, da wir uns einfach auf die Bänke im Wintergarten knallen konnten und trotzdem sahen wir um uns herum überall Kunst (effizient eben!).
Unsere Lebensgeister erweckten wir dann mit dem Highlight unserer Reise wieder zum Leben: Mamma Mia! Das Musical! Basierend auf den Songs von Abba! Am Broadway! Im Winter Garden Theatre! Sauteuer, aber jeden Cent wert. Das Niveau an Professionalität war hier wirklich beeindruckend - erstklassige Schauspieler&Sänger, grossartige Produktion. Schön, wenn man sich nach einer Show nicht fragt, warum man dafür ein halbes Vermögen ausgegeben hat (nicht wie bei Carmina Burana im St. Galler Klosterhof, gäll Mami?).
Abba-Songs halb-lauthals singend genehmigten wir uns dann noch einen Schlummertrunk in der völlig unspektakulären Havana Bar (und ja, das mit dem singen war nur ich, wieso?).
Touristen par excellence:
Zweiter Stop auf unserer Tour de Touristes war dann der Klassiker, das Empire State Building. Wir waren echt dankbar, dass wir nicht in der Hochsaison da waren, so mussten wir nur wenige Minuten (statt mehrerer Stunden) Schlange stehen. Der Ausblick war wie erwartet schön, 18 US-Dollar sind aber schon ein sehr stolzer Preis (mal abgesehen davon, dass wir noch mehr bezahlt haben, weil wir was falsch verstanden haben...anyway, nicht dran denken).
Zum Abschluss unserer Reise sind wir dann noch etwas durch das Finanzviertel geschländert, inklusive Ground Zero (und ja, ich hab ein paar Tränchen verdrückt bei der Liste mit allen Opfern und so). Auf dem Rückweg zum Hostel haben wir uns dann noch einen Drink an einer Bar in der Grand Central Station genehmigt (sehr schön renoviert), einen Blick in die New York Public Library geworfen und im Planet Hollywood am Times Square zu Abend gegessen.
Rückfahrt:
So, das war's. Fotos gibt's hier. NYC Pt. 1 sind meine Bilder, Pt. 2 die von Eva als Ergänzung und Evas gesamte Gallerie hab ich rechts auf der Seite verlinkt.
Hier noch die extra 10% lustig: Eisbärbaby zu seiner Mutter: "Mir ist egal, von wem ich abstamme, aber ich friere."
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