Monday, March 12, 2007

Der grosse Apfel

So, liebe Liebenden, ich präsentiere, mit einiger Verspätung zwar, aber dafür 10% lustiger (ach, ich liebe Eddie), meine (wie immer tollkühnen) Abenteuer aus New York!

Hinfahrt:
Nun, wie soll ich sagen. Wir (meine österreichische Reisebegleitung Eva und ich) waren naiverweise davon ausgegangen, dass eine Gegend, welche regelmässig mit sehr harten Wintern zu kämpfen hat, auch einigermassen flexibel auf wetterbedingte Hindernisse zu reagieren weiss. Dem ist nicht so. Ein Unfall auf der Autobahn, welche aber meines Wissens (bzw. hoffentlich) nicht die einzige Verbindungsstrasse zwischen Kanada und den USA ist, hat es geschafft, den Greyhound-Busverkehr gen Süden für mindestens 12 Stunden lahmzulegen.

Statt nachts zu fahren und am Dienstag Morgen frisch und munter in New York anzukommen, ging's erst Dienstag früh (zu früh - *gähn*) los, was schon mal einen Tag weniger NY bedeutete. Ausserdem musste die liebe Greyhound Busgesellschaft wegen der zwei ausgefallenen Busse vom Vortag gleichzeitig drei losschicken. Tolle Idee. Wieso? Nun, wie wir wohl alle wissen, sind US-Amerikaner in letzter Zeit (bzw. seit ziemlich genau 5.5 Jahren) etwas paranoid, was Ausländer und Grenzübertritte und allgemein und so anbelangt. Was bedeutet, dass an der Grenze alle aus dem Bus aussteigen, ihr Gepäck präsentieren, einem netten Grenzbeamten ihre Lebensgeschichte erzählen, sich fotografieren lassen und ihre Fingerabdrücke hinterlassen müssen. Das kann dauern. Selbstverständlich hat uns Murphy's Law auch diesmal nicht im Stich gelassen und wir waren der dritte Bus. Zwei Stunden Wartezeit am Grenzübergang Champlain.

Selbstnatürlich tat diese Verzögerung allen furchtbar leid, und als Entschädigung für meine Mühen durfte ich dann 6 US-Dollar für den Grenzübertritt bezahlen. Trotz gültigem Visum. Wieso auch nicht? Das Visum war eh viel zu billig, wir wollen doch nicht, dass Bush's Star Wars-Programm (aka Raketenabwehr im Weltraum) an mangelnder Finanzierung scheitert.

Ankunft:
Nach der Ankunft im Port Authority-Busbahnhof in Manhattan ging's dann mal Richtung Big Apple Hostel. Für all diejenigen unter euch, die noch nie in New York waren: NY ist gross und hat viele sehr hohe Wolkenkratzer und Leuchtreklamen. Und wenn man (ok, ich) das Ganze zum ersten Mal in echt sieht (insbesondere, wenn man gleich als erstes mal zum Times Square läuft), wird man (bzw. ja, ich) wieder fünf Jahre alt, schaut mit grossen Augen nach oben und würde am liebsten rufen "Guck mal Mama, Haus groooooosss!". Ich schäme mich zwar, es zuzugeben, aber ich hab mich gefühlt wie so ein richtiges Landei irgendwo aus der Provinz, aus dem Bünztal oder so. Oder noch besser, wie aus einem dieser Dörfer in Graubünden, wo die Leute tatsächlich noch Rumantsch reden, aber nur, weil sie noch nie woanders waren. Und für die Chur eine hektische Grossstadt ist, die sie nur aus Sagen und Legenden kennen. Oder so.

Ich hab mich dann aber schnell wieder gefangen, wir haben unsern Kram in der Jugi deponiert und sind losgezogen, um Herrmanns gute alte Freunde, Amy und Cue zu besuchen. Mit Metro-Tickets bewaffnet, die wir uns souverän am Automaten geholt hatten, liefen wir zielstrebig (um ja nicht als Touris aufzufallen) durch die Gänge und landeten schliesslich planmässig im Stadtteil Harlem. Bei Amy gab's dann lecker Mexikanisch vom Lieferservice, Wein, Film gucken und sowieso äusserst gemütlich! Zum Abschluss des Abends erklärte sich schliesslich noch Cue's Bruder Rob bereit, ein bisschen mit uns um die Häuser zu ziehen (womit ich meine, dass wir eigentlich müde waren, aber er meinte, wir müssten unbedingt noch mitkommen in die Bar, in der er gelegentlich auflegt, was wir dann auch gemacht haben und es war nett und wir um 3.30h morgens im Bett - ohne Rob natürlich. Was ihr auch immer für schmutzige Gedanken habt, tztztz.).

Tag der Museen:
Wie es sich für jeden anständigen Städtereisenden gehört, der sich nicht als absoluter Banause outen will, standen auch bei uns ein paar Museen auf dem Programm (wobei "ein paar" wörtlich zu verstehen ist - nämlich zwei). Zunächst mal wollten wir mit etwas leichterer Kost anfangen und haben uns nach einem Umweg über das Rockefeller Center und die St. Patrick's Cathedral zum besonders bei Grundschulen beliebten Museum of Natural History aufgemacht. Das war dann ganz nett, mit Dinosaurierskeletten und so.

Danach stellten wir unsere unglaubliche Effizienz unter Beweis und liefen durch den Central Park zum Metropolitan Museum of Art (= zwei Sehenswürdigkeiten auf einmal! Eben effizient!). Das war zwar beeindruckend, aber wir irgendwie müde, daher war unser Enthusiasmus gegen Ende nicht mehr so sprühend. Der American Wing des Met stellte sich dann als ideal für uns herau, da wir uns einfach auf die Bänke im Wintergarten knallen konnten und trotzdem sahen wir um uns herum überall Kunst (effizient eben!).

Unsere Lebensgeister erweckten wir dann mit dem Highlight unserer Reise wieder zum Leben: Mamma Mia! Das Musical! Basierend auf den Songs von Abba! Am Broadway! Im Winter Garden Theatre! Sauteuer, aber jeden Cent wert. Das Niveau an Professionalität war hier wirklich beeindruckend - erstklassige Schauspieler&Sänger, grossartige Produktion. Schön, wenn man sich nach einer Show nicht fragt, warum man dafür ein halbes Vermögen ausgegeben hat (nicht wie bei Carmina Burana im St. Galler Klosterhof, gäll Mami?).

Abba-Songs halb-lauthals singend genehmigten wir uns dann noch einen Schlummertrunk in der völlig unspektakulären Havana Bar (und ja, das mit dem singen war nur ich, wieso?).

Touristen par excellence:
Wie von uns vorgesehen, schien nach dem Schneefall vom Mittwoch am Donnerstag die Sonne, perfektes Sightseeing-Wetter also. Wir entschieden uns für die eher gemütliche Tour, die Circle Line-Tour nämlich. Ein Boot, das uns mitsamt nettem alten Herrn als Reiseführer um halb Manhattan rumkurvte. Das war schön und gab schöne Fotos, auch wenn es leicht irritierend war, dass der Reiseführer exakt den gleichen Tonfall beibehielt, um sowohl über 9/11, als auch über Metrotickets und die Brooklyn Bridge Ausführungen zu machen. Ich schätze mal, wenn man es oft genug sagen muss, verliert so ziemlich alles seinen emotionalen Gehalt.

Zweiter Stop auf unserer Tour de Touristes war dann der Klassiker, das Empire State Building. Wir waren echt dankbar, dass wir nicht in der Hochsaison da waren, so mussten wir nur wenige Minuten (statt mehrerer Stunden) Schlange stehen. Der Ausblick war wie erwartet schön, 18 US-Dollar sind aber schon ein sehr stolzer Preis (mal abgesehen davon, dass wir noch mehr bezahlt haben, weil wir was falsch verstanden haben...anyway, nicht dran denken).

Zum Abschluss unserer Reise sind wir dann noch etwas durch das Finanzviertel geschländert, inklusive Ground Zero (und ja, ich hab ein paar Tränchen verdrückt bei der Liste mit allen Opfern und so). Auf dem Rückweg zum Hostel haben wir uns dann noch einen Drink an einer Bar in der Grand Central Station genehmigt (sehr schön renoviert), einen Blick in die New York Public Library geworfen und im Planet Hollywood am Times Square zu Abend gegessen.

Rückfahrt:
Trotz ellenlager Schlange für den Bus nach Montréal gelang es Greyhound sich so zu organisieren, dass wir rechtzeitig losfahren konnten. Eine Weile lang ging alles gut. Nach dem Maintenance-Halt in Albany stieg allerdings die Heizung aus. Das war nicht mehr so gut. Die Snowboardjacke bis zur Nase zugeknöpft, Mütze, Schal und Handschuhe an, so ging's dann einigermassen für die verbleibenden 5 Stunden. Spass gemacht hat das allerdings nicht. Immerhin waren wir pünktlich um 6h morgens in Montréal und ich um 08h30 in meiner Vorlesung...

So, das war's. Fotos gibt's hier. NYC Pt. 1 sind meine Bilder, Pt. 2 die von Eva als Ergänzung und Evas gesamte Gallerie hab ich rechts auf der Seite verlinkt.

Hier noch die extra 10% lustig: Eisbärbaby zu seiner Mutter: "Mir ist egal, von wem ich abstamme, aber ich friere."
Gute Woche euch!

Friday, March 9, 2007

Prelude To NYC-Post

Alrighty, since I haven't been writing much in English lately and my NYC-Post will most probably be exclusively in German as well, here a quick update for anglophones: New York was the awesomest ever, my conflict management exam went well, eventhough I could've kicked myself for studying approximately double of what I would have had to. Also, I'm thinking about cancelling my plans for other city trips so I can go back to NY once or twice instead.

In Montréal news, this week (at least for the part that I wasn't gone) was fucking freezing, even for Montréal. Brrrrr! I can't believe I'm saying this, but I'm actually starting to get a little bit sick of winter - let the Spring begin! And à propos of nothing, here are a couple of semi-pretty pictures of the big snow we had last week:


PS: NYC-galleries are up! Part 1 (my pictures), Part 2 (pictures Eva took).

Thursday, March 1, 2007

Die Katze im Sack

Guten Tag allerseits! Bild und Überschrift haben zwar nicht sehr viel zu tun mit meinen literarischen Ergüssen heute, aber ich wollte euch "Tüten sind toll!"-Kater Petit Prince nicht vorenthalten.

Aber ich will euch nicht länger auf die Folter spannen, hier ein aktueller Bericht über meine spektakulären Erlebnisse und tollkühnen Abenteuer letzte Woche:

  • Ich war wiedermal was trinken. Mit Amanda. Sie ist nett und aus Ottawa. Andere Leute waren auch da. Unter anderem ein Brasilianer, dem der übermässige Alkoholkonsum nicht so gut bekam. Ach ja, und Mädels aus Toronto waren auch dabei, gut drauf und lustig und so. True story.
  • Ich war wiedermal Schoko-Fondue essen. Nicht zwingend wegen der Schokolade sondern eher wegen der netten Gesellschaft, aber die Schokolade war auch ganz lecker. Nur etwas zu süss mit der Zeit. Ihr werded jetzt sagen, dass ich mir das hätte denken können, dass Schokolade süss ist. Und ich würde euch zustimmen.
  • Montréal hat ein Festival der Lichter, mit Paraden und Feuerwerk und so. Das klingt lustig und ist es grösstenteils auch, bloss hat mich die Parade eher an Hexenverbrennungen erinnert als an ein fröhliches Festival für Jung und Alt. Aber vielleicht liegt das nur an meinem düsteren Unterbewusstsein oder so. Sagt ihr's mir!
  • Oscar-Verleihung! Live! Endlich mal zu christlicher Stunde (d.h. nicht erst um 02.30h morgens). Milka (ja, Milka. Ist Spitzname. Sie Polin.) und ich hatten viel Spass und Bier, was die Verleihung zum ersten Mal seit Jahren einigermassen erträglich machte (der Mangel an Münzsammlungs-Werbung half auch).
Und zu guter Letzt: bitte lieber Bundesrat, intervenier bei den Kanadiern und mach, dass die Geldautomaten hier nicht mehr nur 20$-Scheine ausspucken! Ihr könnt euch vorstellen, wie läss das ist, wenn ich meiner Mitbewohnerin für die Miete über zwanzig Geldscheine in die Hand drücken muss...

Ach ja, nach meiner Prüfung am Montag düs' ich für drei Tage ab nach New York. Gibt dann irre viel Fotos von Plätzen, die ihr bereits aus Filmen kennt! Aber z.T. mit mir drauf, also freut euch!

Sorry, I was too lazy for an English post (and most people reading here speak German, so...). To see all my pictures, click here.

Monday, February 19, 2007

Der kleine Unterschied

So liebe Kinder, heute wollen wir einmal die kleinen Unterschiede zwischen unserem schönen Schweizerland und Montréal, der Metropole im grossen, weiten, fernen Kanada näher betrachten.

Schwarzfahren: Was ist das? Im gesamten ÖV-Netz ist es dank Schranken unmöglich ohne gültiges Ticket einzusteigen (es sei denn man springt über die Schranke / kriecht unter ihr durch und schlägt das ÖV-Personal nieder).

Berge: Was ist das? Obwohl mit Schnee und Kälte gesegnet, ist die Region um Montréal nicht gerade ein Bergsteiger- und Skiparadies. Der etwas irreführend "Mont Royal" getaufte Hausberg in etwa schafft es gerade mal auf 201m. Das Skimekka "Mont Tremblant" bringt es immerhin auf vergleichsweise stolze 875m!

Bier: Eine "Stange" bestellen? Wie langweilig. Ein "grosses Bier"? Fehlanzeige. Hier wird aus Prinzip nur aus Pitchern getrunken! Und wenn sich mal niemand zum teilen findet, dann muss halt ein Pint herhalten. Wobei beides natürlich korrekt auf Französisch bestellt wird, nämlich "un pichet" bzw. "une pinte".

Fernsehsender: In einem Wort: Chaos. Man stelle sich folgendes vor: Nunzio, wohnhaft in Zürich, hat eine andere Senderzusammensetzung als Immanuel, ebenfalls wohnhaft in Zürich. Dies nicht etwa nur weil Nunzio cablecom digital TV abonniert hat und Immanuel nicht - nein, es könnte auch sein, dass Nunzio bei bluewin TV ist. Und dort entweder analog oder digital. Aber selbst wenn Nunzio genau wie Immanuel nur cablecom analog hätte, der Umstand, dass Nunzio nicht im gleichen Teil der Stadt Zürich wohnt, wie Immanuel, reicht schon aus, um eine zumindest geringfügige Divergenz im Senderangebot herbeizuführen.
Aber es kommt noch besser! Es ist Dienstag und Nunzio will sich heute Abend die neuen Folgen von "Alarm für Cobra 11" (produziert vom deutschen Sender RTL), "Lindenstrasse" (produziert vom deutschen Sender ARD) und "Verliebt in Berlin" (produziert von Sat1) ansehen. Nun gibt es mehrere Möglichkeiten. Er schaut sich ViB um 20h und Lindenstr. um 22h auf SF2 an. Oder er schaut sich ViB um 20h auf dem lokalen Sat1-Partnersender an, der interessanterweise Lindenstr. ebenfalls ausstrahlt, aber bereits um 21h. AfC11 folgt um 22h auf dem lokalen RTL-Partnersender, oder nächsten Donnerstag um 20h auf SF2. So in etwa läuft das hier, I kid you not.

Fernsehwerbung: Die liebe Reklame ist hier genauso häufig und genauso nervig wie auf den deutschen Privatsendern. Besonders originell sind die Spots allerdings nicht. Egal um welches Produkt es geht, der Slogan lautet immer "X will change the way you look at Y" (also z.B. "Lipton will change the way you look at tea"). That's it. Daraus besteht das Produktwerbungs - Repertoire. Und kennt ihr die Untertitel für Schwerhörige, die man mittels Teletext einblenden kann? Die werden hier gesponsert! "Closed captioning is brought to you by X". Wenn man das hört, weiss man i.d.R., dass die Sendung weitergeht. Trailer für die nachfolgende Sendung oder weitere Sendungen des Senders hingegen? Sagen rein gar nichts aus und sind meist mitten im Werbeblock plaziert.

Anti-Kiffer-Werbung: Eher kontraproduktiv, schätz ich mal. Erstens mal, die Werbung besteht aus Strichmännchen auf gelben Hintergrund. Ich habe bisher zwei Varianten gesehen, mein Favorit: Pärchen sitzt auf der Parkbank. Er zündet sich einen Joint an. Sie: "Oh nein! Nicht schon wieder!". Er: lacht. Hintergrund: Ein UFO landet. Alien steigt aus und gesellt sich zu den beiden. Er: bietet Alien Joint an. Alien: lehnt dankend ab. Sie: ist hin und weg, dass Alien nicht kifft, verlässt Freund für Alien, steigt mit diesem ins UFO und sie schweben hinfort, währenddessen sie auf dem UFO eine Flagge hissen. Zweite Variante: Mann sitzt auf Fenstersims (wie auch immer das in korrektem Hochdeutsch genannt wird) und raucht einen Joint. Ein Hund kommt vorbei und bleibt stehn. Mann: "Hey, komm kiff mit mir mit, damit ich mich besser fühle!" Hund: lehnt dankend ab. Mann: "Mann, ich brauch Deine Hilfe!". Hund: läuft wortlos davon und hisst eine Flagge. Und jetzt kurze Umfrage: Wer von euch glaubt, die Verantwortlichen hinter diesen Spots waren sowas von dicht, dass sie dachten ihre Freundin sei ein frisch aus dem Ei geschlüpftes Drachenbaby und der beste Freund ein weises Nilpferd? Eben.

Gewerkschaften: 40% der Arbeitnehmer in Québec sind in Gewerkschaften organisiert, AN der öffentlichen Hand sogar zu 100%. Sind die Gewerkschaften nach Industrie organisiert? Nach Berufsgattung? Nach Firma? Nein, nein und nein, sondern nach Interessengruppen innerhalb einer Firma. Das ist ungefähr so, als hätten alle Wägeli-Schieber bei der Migros eine eigene Gewerkschaft. Die bei Coop natürlich auch. Die beiden Gewerkschaften würden sich dann evtl. zu einer Dachorganisation der Wägeli-Schieber zusammenschliessen. Die verschiedenen Dachorganisationen wiederum schliessen sich einer Gewerkschafts-Administration an, die aber nichts mit den einzelnen Industrien zu tun hat. Oder so. Furchtbar kompliziert auf jeden Fall.

Pendlerzeitungen: Es sind deren zwei, nämlich 24heures und Métro, wobei Métro dominiert (im Gegensatz zu "Metropol" aus dem gleichen Haus, welches auf dem Schweizer Markt sang- und klanglos unterging). Und das tollste? Métro hat nicht nur Verteilerboxen, wo man sich die Zeitung holen kann - nein, die Métro-Recycling-Boxen (mit Logo!) sind ebenso zahlreich! Da könnte sich doch unser liebes 20Minuten eine Scheibe von abschneiden, oder?

Käse in Tüten: Alle Käsesorten gibt's geraffelt (fein oder grob, je nach Präferenz) in sehr praktischen wiedeverschliessbaren Beuteln zu kaufen. Und zwar wiederverschliessbar nicht mit diesen komischen Klebern die nach dem ersten Gebrauch sowieso voll Käse sind und nicht mehr richtig halten, sondern so wiederverschliessbar wie Küchen- oder Tiefkühlbeutel! Warum können wir den Amis (ok, Kanadiern) nicht mal was sinnvolles nachmachen, statt Halloween zum Beispiel?

Waschmaschinen: Wisst ihr noch, wie niedergeschlagen ich war, dass ich hier meine Wäsche selber waschen muss (ja, ich gebe zu, dass ich sie zu Hause noch zu Mama gebracht habe - verklagt mich doch!)?. Kein Grund zur Panik! Hiesige Waschmaschinen haben nämlich gerade mal drei Knöpfe: kalt, warm und heiss. Schublade für Waschmittel oder so? Wozu, wenn man's einfach in die Trommel schütten kann! Willkommen im Jahre 1960 oder so...Oh, und wozu Waschmittel, das wirklich gut reinigt, wenn man eins hat, das gut riecht? Und bevor ihr fragt, ja, ich hab mich erkundigt welches das beste ist und hab das gekauft. Immerhin ist es besser als dasjenige, das ich am Anfang von meiner Mitbewohnerin ausgeliehen hab - das roch nach nichts und die Kleider waren genauso dreckig wie vorher...

Wireless: HEC, eine der renommiertesten Wirtschaftsunis in Nordamerika (behaupten sie zumindest) mit wunderschönem Hauptgebäude und von Firmen gesponsorten Vorlesungsräumen (z.B. Salon Ernst&Young), hat gerade mal in zwei Räumen ein Wireless-Netz. Dafür ist praktisch jeder Schreibtisch in jedem Raum mit einer LAN-Steckdose ausgestattet. Wie effizient! Angeblich geht's drum, dass die Dozenten während der Vorlesung / Prüfung so kontrollieren können, ob die Leute Internetzugriff haben. Hätte man das Problem nicht irgendwie sinnvoller lösen können (z.B. keine Laptops an der Prüfung)? Und Zugriff aufs Wireless-Netz in den zwei Räumen gibt's übrigens nur nach herunterladen eines VPN-Clients (alle anderen VPN-Clients müssen zuerst vom Rechner gelöscht werden). Einfache Authentifizierung mittels Matrikelnr. und Passwort, wie für den sonstigen Netz-Zugriff, reicht für Wireless offenbar nicht. Nicht fragen Anna, nicht fragen.

Tuesday, February 13, 2007

The Good, The Bad And The Ugly

No news really, so I give you today The Filler Post, the long-promised (albeit incomplete) pro/con-list of my stay here so far. German version will follow only by popular request.

The Good:

  • Real winter with cold, snow and NO rain!
  • A very cool roommate.
  • Cute cats that I'm not even allergic to.
  • The metro. Cause I like metros. They're very convenient. We really should have one back home.
  • (Comparatively) cheap sushi.
  • Being able to watch TV shows live, with the latest episodes of EVERYTHING. I'm in heaven.
  • Shops with free delivery, 24hrs. Very convenient if you and your roommate should happen to get a beer&chips-craving while watching those TV shows (not that that ever happened, of course...;-)).
  • Improving my French (I hope).
  • Two-bite brownies. To quote Friends: "Like little drops of heaven".
  • Garbage pick-up twice a week and Recycling pick-up once a week. Very handy, gotta say.
  • Beautiful University building (at least the main building is).
  • Free indoor-swimming pool for students.


The Bad:

  • The wind, she blows. And it's cold. Which makes going anywhere quite an undertaking, since you have to dress up in around 52 layers, only to remove 50 of them when getting on the subway (which is totally overheated). And to put them back on, when you get out. Hoping, you didn't leave your scarf, gloves, mind, etc. behind.
  • I only have three classes, but one of them is more work than three classes back home...great! And I think I'm supposed to be working on my Master's Thesis as well. Yeah, that's so not gonna blow up in my face, is it?
  • The cats. Cute as they may be, they can be quite intimidating when they're trying to steal your food! After all, they're just tiny versions of tigers and lions. Rooowwwr.
  • The damn front door that's so hard to close that you have to throw your entire weight against it to succeed. And if you happen forget to do that (as a lot of people in our building seem to), you'll end up with junkies and/or homeless people in your stairwell. Or so I've heard.

The Ugly:

  • Sorry, I still can't get over the taxes - not - included - in - prices - thing. Makes. no. sense.
  • Wanna see ugly? That's me in all my thermal underwear glory! Comfort definitely comes before style here, as noonee so adequately pointed out.

Falls eine deutsche Version dieses eher Füllmaterial-Beitrages gewünscht wird, einfach bei mir melden oder hier Kommentar hinterlassen! Ansonsten geht's mir weiterhin gut hier und es hat sich soweit nichts spektakuläres mehr ereignet in letzter Zeit.

Monday, February 5, 2007

So Long And Thanks For All The Chili

G'day mates! First of all, I have to disappoint you all. I promised embarrassing drunk pictures, but unfortunately none of us got drunk enough for that. It wasn't for lack of trying, I assure you, since we did play several drinking games. I guess the alcohol just made us sleepy instead of funny (or just sleepy and funny but not falling-over-the-chair-type of funny). Long story short, instead of booze-induced pictures you'll find lots of pictures of food. Or the food being prepared. Or of people eating said food. Or the empty plates after said food was eaten. I guess what I'm trying to say is, that there was lots of food. Friday's leftover Chili becoming the weekend's running gag just illustrates my point (for those of you who were present at the time, it's very reminiscent of the oasg 2005's "wötsch no e Wurscht"-running gag).

Anyway, while we had trouble finding it at first (shout-out to the St.-Calixte Couche-Tard!), the Chalet was very pretty and I think we all felt at home the moment we got there. Saturday was our big skiing day at St.-Sauveur, with mostly great weather and snow conditions. It was kinda weird for me at first, though, cause when we got there I kept looking for the mountains, until I realized the slopes were on the little hill in front of me;-).

Sunday was our fun day, our we don't have to run day, with a big brunch and some sledging / playing baseball outside. All in all, a great time! Thanks again Benoît for organizing and Léonard for being our designated driver the entire weekend! And thanks to all of you for a great weekend!:-)

Hallöchen meine heissgeliebten Honigkuchenpferde (ja, mir gehen langsam die originellen Anreden aus, macht einfach gute Miene zum bösen Spiel, ok?)! Erstmal muss ich euch leider enttäuschen, ich hab euch ja alkoholbedingt peinlich-lustige Fotos von Hühnern und Hähnen (danke, noo) versprochen. Leider waren wir trotz viel guten Willens und unseres grossen Einsatzes zu keinem Zeitpunkt betrunken genug für diese Art von Bildern. Ich schätze der liebe Alkohol hat uns eher schläfrig als lustig gemacht (bzw. schläfrig und lustig, bloss nicht die Art lustig, die auch auf Fotos lustig ist, wenn ihr versteht, was ich meine). Jedenfalls, um es kurz zu machen, statt Alk-Fotos gibt's Futter-Fotos. Leute beim Futter zubereiten. Fotos des fertigen Futters. Leute am futtern. Bilder von den leeren Tellern nach dem Futtern. Auf jeden Fall genug Futter, sodass wir einen signifikanten Beitrag gegen den Welthunger hätten leisten können, wenn die ganze Logistik bei sowas nicht so mühsam wäre. Kein Wunder war der Chili-Reste-Berg vom Freitag unser Running Gag für den Rest des Wochenendes...(für die, die damals dabei waren, er war unserem oasg 2005 "wötsch no e Wurscht" Running-Gag nicht unähnlich).

Also von vorne: nach langem Suchen (danke lieber Couche-Tard von St.-Calixte-Mensch!) sind wir irgendwann am Freitag Abend in unserem wunderhübschen Chalet eingetrudelt und haben uns gleich wie zu Hause gefühlt (nicht zuletzt dank des unverschämt gemütlichen Kaminfeuers). Samstag war dann unser grosser Skitag in St.-Sauveur (nein, kein Massenbesäufnis, wie die Firmen-Skitage in der Schweiz) mit meist tollem Wetter und guten Schneeverhältnissen. Es war aber doch etwas gewöhnungsbedürftig auf der Suche nach den Bergen erkennen zu müssen, dass der Hügel vor mir "die Berge" war;-).

Sonntag war dann schön faul und gemütlich mit ausschlafen, lecker Brunch und bisschen Alibi-Sport alias Schlitteln (ich weiss, richtiges Hochdeutsch ist Rodeln, aber das sagt in der Schweiz nun mal kein Mensch) und Baseball spielen im Schnee. Alles in allem, ein tolles Wochenende! Nochmals vielen Dank an die Fahrer, Benoît (mit Special Thanks fürs Organisieren) und Léonard und an alle anderen für die tollen zwei Tage!

Friday, February 2, 2007

These Boots Are Made For Walking

So, I finally bought some boots this week! Only 27$! Yay! Although this may not seem very exciting to you, just be aware that the only reason I'm posting this is because I haven't slept in 24 hours and that's a little bit like being drunk which means you make weird decisions like this one. Btw, thanks to everyone who followed my not-so-subtle-begging for more communication! Keep it up, girls! Because I. care.

And noo, don't worry about me not being online this weekend, I'll be out of town in some chalet getting drunk and maybe do some skiing with 8 9 other people. And you all know what that means? Super embarrassing pictures on the wide wide world of web next week! Hip-hip-hooray!

So, hab mir endlich mal ein paar Stiefel zugetan! Für nur 27$! Ich Schnäppchenjägerin, ich. Obwohl das für euch vielleicht nicht so aufregend ist, wie für mich, seid euch einfach bewusst, dass ich seit 24 Stunden wach bin und das ist ein bisschen wie betrunken sein und da trifft man dann tolle Entscheidungen wie den Ex anrufen (nein, nicht ich und nicht heute) oder über Stiefel bloggen (ja, ich heute). Und übrigens vielen Dank an alle, die meinem unglaublich subtilen Aufruf nach mehr Kommunikation gefolgt sind! Weiter so Mädels! Es ist nämlich so. viel. da.

Und liebster Herrmann, mach Dir keine Sorgen, wenn ich dieses Wochenende offline bin, werde mir nämlich mit 8 9 anderen verrückten Hühnern und Hahnen (Hähnerichen? Hahnsen? Gückeln?) in einer Hütte irgendwo ausserhalb Montréals viel Alkohol zuführen und vielleicht sogar ein bisschen Skifahren (also in meinem Fall Snowboarden, sofern ich das noch kann). Und ihr wisst alle, was das heisst: peinliche Fotos von Leuten, die ihr nicht kennt! Oder vielleicht doch! Keine Ahnung, wer alles mitliest hier:-D. Auf jedenfall: Hip-Hip-Hurra!